Auftraggeber Bau- und Verkehrsdepartement Basel-Stadt, Stadtgärtnerei Basel-Stadt
Jahr 2024
Ort Basel
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Die Quartiere Klybeck und Kleinhüningen im Norden Basels sind im Umbruch: Der Rückzug der Industrie- und Hafennutzungen ermöglicht den Einzug des Lebens – und bietet Gelegenheit, das unzugängliche Klybeck-Quartier zum verbindenden Stadtstück zu machen, das auch den benachbarten Quartieren den Bezug zum Rhein zurückgibt. Ein zentraler Baustein für eine klimabewusste, naturverträgliche und sozial ausgewogene Planung ist der Freiraum. Er soll daher im Stadteilrichtplan verbindlich festgelegt werden. Das Freiraum- und Naturkonzept von Metron bildet hierfür die zentrale Grundlage.

Das Konzept definiert einen klaren Rahmen für die Freiraumentwicklung im Transformationsgebiet und sichert so wichtige bestehende Strukturen, aber auch neue Qualitäten. Es knüpft an das bestehende 3Land-Konzept an und ist eng mit den Fachplanungen zu Nutzung, Mobilität und Denkmalpflege abgestimmt, die ebenfalls als Grundlagen für den Stadtteilrichtplan dienen. Es berücksichtigt die Ergebnisse der Beteiligungsveranstaltungen ebenso wie die ökologischen und klimatischen Anforderungen – vereint also die fachliche Sicht mit den Anliegen der Bevölkerung. Das Konzept verbindet vier Ziele, die gemeinsam für das Freiraum- das Mobilitäts- und das Nutzungskonzept entwickelt wurden – Vernetzung klimaangepasste Planung, Entwicklung einer eigenständigen Quartieridentität und Erhalt der Stadtlebensräume– zu einer integralen Lösung.

Vernetzung und Klimaanpassung: Luft und Leben für den dichten Basler Norden

«Mehr Grün, mehr Rhein, mehr Lebensraum für alle» – so das Credo aus dem Zukunftsbild, das dem Stadtteilrichtplan zugrunde liegt. Das Konzept von Metron setzt es in konkrete Massnahmen um: Freiraumangebote verteilen sich demnach künftig im ganzen Quartier; Quartierverbindungen und grenzüberschreitende Freiraumachsen nach Deutschland und Frankreich sorgen für ökologische und soziale Vernetzung; Strassenraum wird vom reinen Verkehrsraum zum klimawirksamen öffentlichen Raum nach Schwammstadtprinzip, in dem Verkehr, Infrastruktur, Aufenthalt und Stadtleben in zukunftsfähiger Koexistenz Platz finden.

Identität und Biodiversität: Vielfalt auf allen Ebenen

Zentrale Bestandteile des Konzepts sind der Schutz und die Weiterentwicklung von bestehenden ökologischen Qualitäten. Dazu zählen insbesondere wertvolle Korridore wie Gleisflächen und Uferböschungen, die zahlreichen Tier- und Pflanzenarten –verbreiteten wie auch gefährdeten – Lebensraum bieten. Ihr charakteristisches Vegetationsbild prägt die Identität des Quartiers wesentlich mit. Die gezielte Ergänzung dieser Räume stärkt die ökologische Vielfalt und zugleich die Quartieridentität.

Alle involvierten Tätigkeitsbereiche
Raumentwicklung / Stadtentwicklung
Landschaft und Freiraum / Freiraum, Spiel und Sport