Auftraggeber Gemeinde Horw
Jahr 2025
Ort Horw
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Im Horwer Quartier Riedmatt-Schöngrund steckt viel Potenzial. Und doch ist Entwicklung ist in diesem ausgewiesenen Innenentwicklungsgebiet nicht so einfach, wie es scheint. Der Masterplan von Metron und Atelier Corso zeigt interessierten Bauherrschaften Wege auf, trotz vielschichtigen räumlichen Zusammenhängen, anspruchsvollen Planungsbedingungen und schwierigem Baugrund ein attraktives Zukunftsquartier mit Mehrwert für alle Interessengruppen zu schaffen – dank parzellenübergreifender Zusammenarbeit. Er entstand im Auftrag der Gemeinde auf Initiative der Grundeigentümerschaften in einem einjährigen, partizipativen Prozess.

Das Quartier ist prädestiniert für die Innentwicklung: Zentrumsnah, gut erschlossen, mit attraktivem Anschluss an den Dorfbach – und zugleich aus heutiger Sicht unternutzt und wegen der Bausubstanz aus den 1960er Jahren in grossen Teilen sanierungsbedürftig. Beste Bedingungen! Doch hohes Grundwasser, das Parkgaragen verteuert, kleinteilige Parzellen, der Uferraum des Bachs und nicht zuletzt unterschiedliche Interessen erschweren die Entwicklung. Der Masterplan ist daher als Leitlinie und Starthilfe für die Planung konzipiert. In Workshops wurden nicht nur die Bedürfnisse der Eigentümerschaften aufgenommen und Lösungen diskutiert, die im Masterplan Niederschlag fanden, sondern auch erste Kontakte für die parzellenübergreifende Zusammenarbeit geknüpft.

Eine weitsichtig vorgespurte Lösung

Schon in der vorhergehenden Teilrevision der Nutzungsplanung hatte Metron 2023 mit der Gemeinde Horw die positive Quartierentwicklung vorgespurt: Zusammen mit der Bevölkerung wurde die Entwicklungsrichtung erarbeitet. Mit der Nutzungsplanung wurde eine Gestaltungsplanpflicht festgelegt, die eine Mehrausnützung gestattet – im Gegenzug für besondere Qualitäten der Entwicklung. Zugleich wurde die für die Gestaltungspläne nötige Mindestfläche auf ein in diesem kleinteiligen Gebiet realistisches Mass reduziert.

Konkrete Lösungen und Handlungsspielraum

Die Gesamtbetrachtung des Gebiets im Zuge der Erarbeitung des Masterplans hat im folgenden Schritt realistische Ideen und Lösungen zur Umsetzung zutage gebracht. So zeigt der Masterplan nicht nur sechs Leitideen und ein schematisches Zielbild für das Quartier auf. Er legt auch konkret und beispielhaft dar, wie ein geschickter Zusammenschluss der Parzellen zu Teilgestaltungsplänen eine bauliche Entwicklung ermöglicht, die im Alleingang nicht machbar wäre. Er zeigt, wie dank nachbarschaftlicher Zusammenarbeit die Anforderungen an Freiraumqualität und Entsiegelung erfüllt werden können und wie gemeinsame Parkierungsanlagen eine gute Verkehrslösung ermöglichen. Aber auch, wie sich die Langsamverkehrserschliessung oder die Energieversorgung – beides Sache der Eigentümerschaften – gemeinsam gut und effizient lösen lassen.

Ungewöhnliche Wege für ein besonderes Quartier

Die Masterplanung ging ungewöhnliche Wege und schlug unerwartete Brücken. Sie eröffnet gerade dank autoreduziertem Wohnen dem Individualverkehr neue Chancen; sie zeigt, wie sich der Baugrund durch eignungsgemässe Nutzung der Teilgebiete anstelle von Parzellendenken optimal und hochwertig nutzen lässt; sie versorgt die Planungsfachleute in einem detaillierten Bericht mit allen nötigen Informationen;  Für die Bauherrschafren übersetzt sie das Planerlatein aber auch in eine allgemeinverständliche Kurzfassung in Form eines Faltblatts.

Weiterführende Links

 

Zur Aktuell-Meldung

Starthilfe für die Quartierentwicklung: Der Masterplan Riedmatt-Schöngrund ist verabschiedet