Aktuelles – 23.04.2026

Starthilfe für die Quartierentwicklung: Der Masterplan Riedmatt-Schöngrund ist verabschiedet

Starthilfe für die Quartierentwicklung: Der Masterplan Riedmatt-Schöngrund ist verabschiedet

Eine umfassende Aufgabe ganz nach dem Geschmack von Metron: Von der partizipativen Ent-wicklung der Lösung über die Verortung im Masterplan bis zur zielgruppengerechten Vermitt-lung der Inhalte in einem detaillierteren Bericht und einem übersichtlichen Faltblatt.

Im Horwer Quartier Riedmatt-Schöngrund steckt Potenzial. Doch Entwicklung ist in diesem ausgewiesenen Innenentwicklungsgebiet nicht so einfach, wie es scheint. Der Masterplan von Metron und Atelier Corso zeigt interessierten Bauherrschaften Wege auf, trotz komplexen räumlichen Zusammenhängen und anspruchsvollem Baugrund ein attraktives und wertvolles Zukunftsquartier zu schaffen – dank parzellenübergreifender Zusammenarbeit. Der Gemeinderat hat den Masterplan verabschiedet, der Ball liegt nun bei den Bauherrschaften.

Das Quartier Riedmatt-Schöngrund ist eines von vier Schlüsselgebieten der Innenentwicklung der Gemeinde am Vierwaldstättersee. Denn es liegt zentral, ist gut erschlossen und im Gebäudebestand stehen altersbedingt Sanierungen und Erneuerungen an. Eine gute Ausgangslage – doch die Bedingungen für die Entwicklung sind zugleich anspruchsvoll und so waren es die Grundeigentümerschaften, die die Gemeinde um Unterstützung baten.

Weitsichtig vorgespurt

Bereits im vorhergehenden Prozess, der Nutzungsplanung der Gemeinde Horw, hatte Metron die positive Quartierentwicklung vorgespurt: Im Gebiet wurde eine Gestaltungsplanpflicht festgelegt, die Mehrausnützung gestattet, im Gegenzug jedoch Qualität einfordert; zugleich wurde die für die Gestaltungspläne nötige Fläche auf ein in diesem kleinteiligen Gebiet realistisches Mass reduziert. So wurden die kleinen Parzellen vom Hemmnis zur Chance: Durch nachbarschaftliches Miteinander und eine koordinierte Entwicklung kann hochwertiger, zukunftsfähiger Wohn- und Lebensraum entstehen, wo Entwicklung im Alleingang schwierig wäre.

Gemeinsam Chancen nutzen statt in Parzellen denken

Der Masterplan zeigt insbesondere auf, wie die Parzellen geschickt zu Gestaltungsplangebieten zusammengeschlossen werden können, um die verschiedenen Bereiche optimal zu nutzen: Das Umfeld des Dorfbachs etwa eignet sich weniger für Gebäude, aber bestens für attraktive Freiräume – die zugleich bereits einen grossen Teil des Bedarfs an unversiegeltem Boden für Versickerung, Hochwasserschutz, Mikroklima und Ökologie abdecken. Die anspruchsvollen Grundwasserverhältnisse machen Tiefgaragen fast unmöglich, was sich aber mit gemeinsamen Parkierungsanlagen lösen lässt, die auch aus Sicht der Erschliessung sehr effizient sind. In den Gebäuden an der Kantonsstrasse bieten sich Gewerbe und Büros in den Erdgeschossen an, der Masterplan empfiehlt zudem eine Aufwertung des Strassenraums, um ihn für alle Verkehrsteilnehmenden attraktiver zu machen.

Partizipation – Konzeption – Kommunikation

Ein planerisches Puzzlespiel, das Metron partizipativ auf Basis von Workshops mit den Grundeigentümerschaften, der Gemeinde und den Fachleuten für Städtebau von Atelier Corso anging. Der resultierende Masterplan ist als praxistaugliches Planungswerkzeug konzipiert und wurde auch kommunikativ zielgruppengerecht aufbereitet: Ein Flyer schafft allgemeinverständlichen Überblick, Masterplan und Bericht dienen als umfassendere Arbeitshilfen für die Planungsfachleute. Die Workshops waren zugleich als Kontaktbörsen konzipiert, um die Bauherrschaften miteinander zu vernetzen und Anstösse für die nachbarschaftliche Zusammenarbeit zu geben. Die Entwicklung kann beginnen. Wir sind gespannt darauf