Der Mensch braucht – insbesondere angesichts stetig wachsender Bildschirmzeiten – Bewegung. Auch für die öffentliche Hand sind Sportangebote bedeutsam – zur Förderung der Gesundheit, der Lebensqualität und des sozialen Zusammenhalts der Bevölkerung. In der Region Aarau ist der Bedarf an Sportinfrastruktur gross und wird analog zu den Bevölkerungszahlen weiter wachsen. Im Bewusstsein dieser Situation und des neuen Sportgesetzes, mit dem ab Mitte 2026 die Pflicht zur Erarbeitung Regionalen Sportanlagenkonzepten eingeführt wird, hat sich der Planungsverband aarau regio entschieden, frühzeitig zu aktiv zu werden. Metron durfte das RESAK erarbeiten und damit in mancher Hinsicht im Aargau Pionierarbeit leisten.
Ziel war eine Strategie zur nachhaltigen Entwicklung der regionalen Sportinfrastruktur. Deren Grundlage bildete eine umfassende Analyse der Sportinfrastrukturen aus regionaler Perspektive – und des Potenzials für Synergien durch gemeindeübergreifende Zusammenarbeit:
Faktenkenntnis, Lokalwissen und Planungswissen
2022 und 2023 erarbeiteten die Fachleute von Metron im Auftrag von und in Zusammenarbeit mit aarau regio die Voranalyse. Darin wurden die Fakten zum Bestand an Sportinfrastruktur, zu bereits geplanten neuen Projekten und Investitionen – und, daraus abgeleitet, zum Handlungsbedarf – zusammengetragen. 2024 entstand auf dieser Basis ein Umsetzungskonzept. In Workshops wurden Zielsetzungen, Strategien, konkrete Massnahmen und Umsetzungsschritte erarbeitet und mit dem Vorstand von aarau regio und den Vertretungen der Gemeindeverwaltungen abgestimmt.
Für alle – von allen
Daraus leitete der Vorstand von aarau regio die zentralen Zielsetzungen des RESAK ab – in den Themenbereichen ‘Raum- und Verkehrsplanung’, ‘Wirtschafts- und Tourismusförderung’, ‘Regionalplanung’ sowie ‘Zusammenarbeit mit den Anlagenbetreibern’. Diese Breite der Betrachtung und der regionalen Zusammenarbeit soll künftig ein bedarfsgerechtes Angebot an Sportanlagen von regionaler Bedeutung sicherstellen – dank optimaler Auslastung, guter Erreichbarkeit und eines effizienten Betriebs der ausgewählten Anlagen. Ein weiteres zentrales Ziel ist, die nötigen Investitionen weitsichtig zu planen und gerecht auf alle Schultern zu verteilen.
Aufbauen auf dem Bestand
Eine Herausforderung in der Region ist neben der Finanzierungsfrage der Mangel an geeigneten und verfügbaren Flächen für neue Infrastruktur. Das Konzept macht aus dieser Not eine Tugend – und die grundlegenden Strategieansätze: Erstens setzt die Region statt grosser Sportzentren weiterhin auf dezentrale Sportanlagen unter Ausnutzung bestehender Standortvorteile und Berücksichtigung der Eignung für bestimmte Sportarten. Zweitens setzt das Konzept die oberste Priorität auf die Erweiterung des Angebots und auf den regional koordinierten Ausbau der bestehenden Sportinfrastruktur. Hierfür wurden alle bestehenden Sportanlagen nach ihrer Bedeutung und Eignung eingestuft. 13 Standorte, die sich über die ganze Region verteilen, wurden als Anlagen von regionaler Bedeutung eingestuft.
Mit System von der Strategie zur Umsetzung
Zur Umsetzung dieser Strategieansätze wurde ein Massnahmenkatalog erarbeitet. Die darin enthaltenen baulichen Massnahmen sind nicht neu. Sie bilden vielmehr eine systematische Übersicht über die Planungsabsichten der verschiedenen Gemeinden. Ergänzt wurden diese mit Massnahmen zur Klärung der Organisation, zur Vertiefung der regionalen Zusammenarbeit und zur Evaluation möglicher Ausbaustandorte im Bereich der Sportinfrastrukturen von regionaler Bedeutung.
Ein wichtiger Erfolgsfaktor bei der Umsetzung ist das Controlling. Wie die gesamte Strategie sind auch die Massnahmen als rollende Planung zu verstehen: Mit dem Fortschritt der Arbeit werden sie sich verändern.
Weiterführende Links:
- Zur Projektwebsite der Auftraggeberin
- Direkt zum RESAK