St. Moritz führt auf fast allen Gemeindestrassen schrittweise Tempo 30 ein. Im Ortsteil St. Moritz Bad startet nun die nächste Etappe: Gegen die Verfügung der Kantonspolizei sind keine Einsprachen eingegangen. Die flächendeckende Verkehrsberuhigung ist ein wesentlicher Bestandteil des von Metron entwickelten Gesamtverkehrskonzepts. Mit diesem hat St. Moritz die verkehrsplanerischen Stossrichtungen frühzeitig und partizipativ festgelegt – das erleichtert nun die Umsetzung konkreter Massnahmen.
Die Verkehrsplanenden der Metron begleiten die Tourismusgemeinde auf ihrem Weg zu mehr Verkehrssicherheit, weniger Lärm und mehr Aufenthaltsqualität.
Vom Gesamtverkehrskonzept zur schrittweisen Umsetzung
Das Gesamtverkehrskonzept (GVK) bildet den strategischen Rahmen für die Mobilitätsentwicklung der nächsten 15 Jahre. Mit seinen Massnahmen – von Quick Wins bis zu langfristigen Projekten – ist es ein zentraler Wegweiser für die Gemeinde. Das GVK ist breit abgestützt: Die Bevölkerung brachte ihre Anliegen in zwei Workshops ein.
Die im GVK festgelegten Grundsätze und Massnahmen erleichtern nun die etappenweise Umsetzung. Die Gemeinde kann auf eine breit abgestützte Strategie zurückgreifen und die Massnahmen schrittweise konkretisieren. Dass gegen die Verfügung zu Tempo 30 in St. Moritz Bad keine Einsprachen eingegangen sind, ist bemerkenswert, denn häufig sind solche Prozesse von Umwegen, Diskussionen, gegensätzlichen Interessen und Einsprachen geprägt. Nach Suvretta, Dimlej, Palüd und Camping folgt nun die etappierte Umsetzung von Tempo 30 im Ortsteil St. Moritz Bad.
Tempo 30: Konsequenzen für den Busverkehr?
Für die Umsetzung im Ortsteil St. Moritz Bad hat Metron in einer Studie die Auswirkungen von Tempo 30 auf die Fahrzeiten der vier Buslinien abgeschätzt. Grundlage bildeten die heutigen Fahrgeschwindigkeiten der Busse. Die erwarteten Fahrzeitverluste betragen durchschnittlich 15 bis 20 Sekunden und werden als vernachlässigbar beurteilt. Denn bereits heute fahren die Busse in diesem Gebiet nur auf sehr kurzen Abschnitten schneller als 30 km/h.
Zum Projekt