Begleitung Studienauftrag Baugenossenschaft Zürileu, Regendsdorf

Auftraggeber Baugenossenschaft Zürileu
Jahr 2024–2026
Ort Regensdorf
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Die Baugenossenschaft Zürileu hat in Zusammenarbeit mit Metron einen Studienauftrag zur Erneuerung und Innenverdichtung ihrer Siedlung aus den 1950er Jahren durchgeführt. Dabei gewährte man den Teams ungewöhnlich viel Spielraum. So flossen die Kompetenzen der teilnehmenden Architekten und Architektinnen bereits auf der Stufe der strategischen Ausrichtung ein. Gewonnen hat dabei auch die Nachhaltigkeit: Der Entwurf interpretiert Erneuerung als Optimierung des Bewährten. Er setzt auf umfassenden Bestandserhalt und sorgfältige Ergänzung.

Die Devise ‘Erhalten und Weiterbauen’ ist in aller Munde. Doch Wettbewerbsverfahren, die den Planungsteams entsprechend viel Freiheit für solche Lösungen bieten – indem sie auf fixe räumliche Strategien und vorhergehende Machbarkeitsstudien mit festgelegtem Lösungsansatz verzichten –, bilden bislang die Ausnahme. In Regensdorf wurde gerade dank diesem Vorgehen und einer umfassenden Einbindung der Mitglieder der Genossenschaft eine Lösung zur Verjüngung ihrer Siedlung gefunden, die zwar die prägenden, bewährten Elemente erhält, aber dennoch substanziell Neues hinzufügt – und den Genossenschaftsmitgliedern somit künftig ermöglichen wird, zwischen unterschiedlichen Standards und Mietzinsen zu wählen.

Flexibilität und Alltagstauglichkeit

Das typische Bild der Siedlung der Nachkriegsmoderne mit den markanten gelben und roten Gebäuderiegeln und den alles umfliessenden Freiräumen wird erhalten bleiben, denn der Entwurf des Siegerteams Studio Schloo/Böe Studio erhält fast die Hälfte der Bestandsbauten, stockt sie teilweise auf und kombiniert sie mit Ersatzneubauten, die grossenteils auf dem Fussabdruck der Altbauten stehen. Im Zusammenspiel mit einem breiten Angebot an unterschiedlichen Grundrissen entsteht so mehr und besser nutzbarer Wohnraum. Zugleich wird der Freiraum durch die grüne Mitte, durch ‘Nachbarschaftsplätze’, private Gärten und Gemeinschaftsgärten zum alltagstauglichen, lebendigen Rückzugs -und Begegnungsraum. Der grösste Teil der wertvollen alten Bestandsbäumen kann erhalten bleiben.  

Dialogorientiertes Verfahren mit partizipativem Ansatz

Metron war für die Organisation und Begleitung des Studienauftrags wie auch der Partizipation verantwortlich. Gemeinsam mit der Bauherrschaft wurden Ziele, Anforderungen und ein robustes Verfahrenskonzept definiert, die zu einer qualitativ hochstehenden Projektauswahl führten. In zwei Mitwirkungsformaten wurden die Anforderungen an das Wohnen, gemeinschaftliche Nutzungen und Freiräume mit den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern diskutiert und direkt in das Programm aufgenommen. Auch die Anliegen der Gemeinde Regensdorf und übergeordnete Aspekte wie Innenverdichtung und Lebensqualität im urbanen Raum flossen in den Prozess ein. Die Mitglieder der Genossenschaft waren eingeladen, an den Jurierungstagen teilzunehmen und den Entscheidungsprozess als Gäste mitzuverfolgen.

Innovativ, tragfähig, realistisch

Die strategische Offenheit für Varianten – zum Beispiel bei der Abwägung zwischen Bestandserhalt und Ersatzneubauten ­– wurde im Verfahren gezielt genutzt, um innovative und zugleich umsetzbare Entwürfe zu erhalten. Das Resultat ist ein tragfähiger Masterplanansatz für eine zukunftsgerichtete Transformation– in Etappen realisierbar, flexibel anpassbar und von den Genossenschafterinnen und Genossenschaftern mitgetragen.

 

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Studienauftrag Zürileu Regensdorf: Ein Sieg der Nachhaltigkeit

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