Aktuelles – 18.06.2026

Horw steuert die Weiterentwicklung der Zentrumszone Bahnhof mit zwei Bebauungsplänen

Bahnhofzone Zentrum Horw, Luftbild Perimeter Ost und West

Die luzernische Gemeinde überarbeitet derzeit gleich drei Bebauungspläne. Zwei davon betreffen das Gebiet rund um den Bahnhof. Mit ihnen lenkt Horw seine Innenentwicklung und die Nutzungsmischung. Sie legt zudem fest, welche identitätsstiftenden Elemente erhalten werden, schafft Freiräume und verankert Anforderungen an Klima, Mobilität und Biodiversität. Nun sind zwei wichtige Meilensteine erreicht: Die öffentliche Mitwirkung für den Teil Ost wurde im April abgeschlossen, während der Bebauungsplan für den Teil West noch bis am 30. Juni öffentlich aufgelegt ist.

Das Zentrum rund um den Bahnhof Horw hat sich in den letzten Jahren bereits stark verändert. Mit dem neuen kantonalen Bau- und Planungsgesetz von 2013 musste auch der Bebauungsplan «Zentrumszone Horw» angepasst werden. Die Gemeinde nutzte diese Gelegenheit, den bisherigen Bebauungsplan in zwei eigenständige Pläne aufzuteilen.
Gemeinsam mit dem Metron-Team überarbeitet sie nun die Planungen auch inhaltlich und richtet sie auf die gebietsspezifischen Ziele und Bedürfnisse aus. Klimaanpassung, Freiraumqualität und Nutzungsdurchmischung gewinnen an Bedeutung, sie werden in den überarbeiteten Bebauungsplänen stärker gewichtet.

Zentrumszone Bahnhof – Teil Ost

Starker Mix mit Freiraum für alle

Der überarbeitete Bebauungsplan und die Teiländerung des Zonenplans betreffen vor allem die noch nicht entwickelten Flächen südlich der Ringstrasse. Für diese liegen bereits Richtprojekte vor: Der Bahnhof wird neugestaltet, ein neuer Bushof entsteht und die geplante Überbauung bietet künftig Raum für Wohnen und Arbeiten. Die Planung strebt eine ausgewogene Mischung aus Wohnen, Arbeiten und Dienstleistungen an. Erstmals legt der Bebauungsplan einen Mindestanteil an Gewerbeflächen fest und definiert Erdgeschosse mit publikumsorientierten Nutzungen. Er stärkt damit die langfristige gewerbliche Nutzung und den erwünschten Nutzungsmix. Gleichzeitig entstehen zusätzliche Freiräume, da die anrechenbare Gebäudefläche reduziert wird. Neue Anforderungen an die Begrünung und Biodiversität sorgen für qualitätsvolle Lebens- und Begegnungsräume für Mensch und Natur. Im April 2026 wurde die öffentliche Mitwirkung abgeschlossen, parallel läuft die kantonale Vorprüfung. Die öffentliche Auflage folgt voraussichtlich Anfang 2027.

Zentrumszone Bahnhof – Teil West

Zuhause für Altes und Neues

Im westlichen Teil wurden einst Ziegel hergestellt. Künftig soll hier ein dichtes Wohnquartier mit ergänzender Arbeitsnutzung und vielseitigen Freiräumen entstehen. Trotz der angestrebten Verdichtung soll das Gebiet seinen historischen Charme behalten. Der überarbeitete Bebauungsplan integriert das neue Richtprojekt für zwei noch unbebaute Baufelder und sichert gleichzeitig den Bestand in den bereits realisierten Baufeldern. Wichtige Zeitzeugen wie das Verwaltungsgebäude, die ehemalige Seilbahnstation und die drei imposanten Eichen bleiben erhalten. Die Verkleinerung und Neuorganisation der über- und unterbauten Bereiche spielt auch im Teil West mehr Platz für Grün- und Aufenthaltsflächen frei. Der überarbeitete Bebauungsplan ist vom 1. bis 30. Juni 2026 öffentlich aufgelegt.

Drei Bebauungspläne: Gestaffelte Verfahren für die Bevölkerung

Die Bebauungspläne für das Chrischona-Areal sowie für das Zentrum Bahnhof Teil Ost und Teil West werden parallel bearbeitet. Die gestaffelten Mitwirkungs- und Auflageverfahren ermöglichen der Bevölkerung, sich gezielt einzubringen. Gemeinsam mit Metron koordiniert Horw die Verfahren und stimmt sie aufeinander ab. So sichert Horw planerische Kontinuität und schafft gleichzeitig Spielraum für die Weiterentwicklung – im urbanen Zentrum genauso wie auf der grünen Halbinsel.

Zur Aktuellmeldung: Horw sichert den Charakter seiner Halbinsel mit neuem Bebauungsplan

Die Gemeine Horw informiert auf der Webseite über die drei Projekte.