Aktuelles – 17.06.2026

Horw sichert den Charakter seiner Halbinsel mit neuem Bebauungsplan

Drohenaufnahme, Chrischona-Areal in Horw am Vierwaldstättersee

Bild: air-view®

Die luzernische Gemeinde überarbeitet derzeit gleich drei Bebauungspläne: einen für das Chrischona-Areal sowie zwei für das Zentrum Bahnhof. Damit wird die langjährige Zusammenarbeit mit Metron fortgesetzt. Die Herausforderung liegt diesmal in der Koordination der parallel laufenden Verfahren. Damit sich die Bevölkerung gezielt mit den einzelnen Planungen auseinandersetzen kann, erfolgen die öffentlichen Mitwirkungen und Auflagen darum gestaffelt.
Für das Chrischona-Areal ist nun ein wichtiger Meilenstein erreicht: Die öffentliche Mitwirkung ist abgeschlossen. Damit bestätigt Horw die breit abgestützte Planung, die qualitätsvolle Innenentwicklung und Schutz wertvoller Landschaft verbindet.

Das Chrischona-Areal im Ortsteil Kastanienbaum auf der Horwer Halbinsel am Vierwaldstättersee wird heute noch von einer Hotelfachschule genutzt. Künftig soll hier ein hochwertiges Wohnquartier mit grosszügigen Grünzonen entstehen. Das Richtprojekt sieht vor, den langen Gebäuderiegel aus den 1950er-Jahren durch mehrere kleinere Wohnbauten zu ersetzen, die sich sorgfältig in die bestehende Siedlungsstruktur und Landschaft einfügen. Mit der Überführung von der Tourismus- in eine Wohnzone und der Erarbeitung des Bebauungsplans schafft Horw die planerischen Voraussetzungen für die neue Nutzung.

Von der Tourismus- zur Wohnzone

Bereits 2017 hielten der Gemeinde- und Einwohnerrat fest, dass eine Umzonung von der Sonderbauzone Tourismus zur Wohnnutzung möglich sei, wenn ein nachhaltiger öffentlicher Mehrwert entsteht. Der nun vorliegende Bebauungsplan und die Teiländerung der Nutzungsplanung sind das Ergebnis des breit abgestützten Prozesses mit der Quartierbevölkerung, der Grundeigentümerschaft und den Behörden.

Die Bevölkerung fordert: Wertvolle Landschaft erhalten

Das etwa 36’600 Quadratmeter grosse Areal liegt innerhalb des Bundesinventars der Landschaften und Naturdenkmäler von nationaler Bedeutung (BLN). Die Weiterentwicklung bedarf besonderer Sorgfalt. Der neue Bebauungsplan sichert landschaftlich prägende Elemente wie die Terrassenlandschaft, die Streuobstwiese und den öffentlichen Aussichtspunkt langfristig. Damit bekennt sich die Gemeinde dazu, die landschaftlichen Schätze der Halbinsel zu wahren, und ermöglicht gleichzeitig eine qualitätsvolle Innenentwicklung mit neuer Nutzung und Wohnraum, die zur Identität des Areals passt. Dies bestätigt auch die Eidgenössische Natur- und Heimatschutzkommission (ENHK), sie hat den Entwurf des Richtprojekts 2024 geprüft und positiv beurteilt.

Drei Bebauungspläne: Gestaffelte Verfahren für die Bevölkerung

Die Bebauungspläne für das Chrischona-Areal sowie für das Zentrum Bahnhof Teil Ost und Teil West werden parallel bearbeitet. Die gestaffelten Mitwirkungs- und Auflageverfahren ermöglichen der Bevölkerung, sich gezielt einzubringen. Gemeinsam mit Metron koordiniert Horw die Verfahren und stimmt sie aufeinander ab. So sichert Horw planerische Kontinuität und schafft gleichzeitig Spielraum für die Weiterentwicklung – im urbanen Zentrum genauso wie auf der grünen Halbinsel.

Zur Aktuellmeldung: Horw steuert die Weiterentwicklung der Zentrumszone Bahnhof mit zwei Bebauungsplänen

Die Gemeinde Horw informiert auf der Website über die drei Projekte: https://www.horw.ch/projekte