Am 22. April fand in Anwesenheit der Vertretenden des Spitals und der Aktionärsgemeinden sowie dem für die Generalplanung zuständigen Team von Metron Architektur AG die feierliche Grundsteinlegung statt. Die Zeitkapsel ist im Fundament eingelassen, nun schreitet die Erneuerung und Erweiterung weiter voran: Der Behandlungstrakt wächst in die Höhe.
Mit der Grundsteinlegung erreicht das Projekt einen gewichtigen Meilenstein: Für die 47 x 33 Meter grosse Baugrube wurden rund 14’800 Kubikmeter Erde ausgehoben – das entspricht etwa 1’138 LKW-Ladungen. In zwölf Metern Tiefe ist nun die Zeitkapsel mit Zeitdokumenten und Postkarten der Aktionärsgemeinden eingelassen.
Grösstes Projekt in der Weiterentwicklung des Spitals Bülach
Die einbetonierte Zeitkapsel soll Glück bringen und steht zugleich für das Versprechen, die Patientenversorgung im Zürcher Unterland weiterhin sicherzustellen. Der neue Behandlungstrakt ist das grösste Bauprojekt in der Weiterentwicklung des Spitals Bülach. Er umfasst Notfall, Operationssäle, Intensivpflegestation und Radiologie. Mit der Erneuerung und Erweiterung wird die medizinische Infrastruktur modernisiert und die Versorgung in der Region nachhaltig gestärkt.
Von der Spitalgestaltung zum Spitalbau
«Für uns als Bauverantwortliche ist die Grundsteinlegung immer ein ganz besonderer Moment. Bis hierhin wurde geplant, gerechnet, abgestimmt und optimiert. Ab heute wird sichtbar, was lange nur auf Plänen existiert hat», erklärt Roger Trottmann, Generalplaner der Metron Architektur AG an der Zeremonie.
Der Spitalbau ist eine der komplexesten Bauaufgaben, weil Anforderungen an Funktionalität, Hygiene, Technik und Logistik aufeinandertreffen. Jeder Raum, jede Leitung und jede Schnittstelle müssen exakt durchdacht und präzise umgesetzt werden. Der erweiterte und erneuerte Behandlungstrakt integriert sich in überzeugender Weise in die bestehende Gebäudestruktur. Der bis auf den Erdgeschossboden rückgebaute Altbau wird nun mit grösseren, angepassten Geschosshöhen wieder aufgebaut. Die flexible Struktur ermöglicht, auf zukünftige technische und medizinische Entwicklungen zu reagieren.
Nachhaltigkeit: Systemtrennung und Minergie
Der Bau hält, was die Zeitkapsel verspricht: Mit optimalen Betriebsabläufen, guter Anbindung, nachhaltiger Nutzungsqualität ist der Behandlungstrakt durch und durch zukunftsfähig. Bereits in der Umsetzung wird die konsequente Systemtrennung in primären, sekundären und tertiären Bauteilen umgesetzt. Zudem wird der Behandlungstrakt im Minergie-eco Standard gebaut. Durch die konsequente Einbindung der verschiedenen Nutzergruppen in die Entwicklung des Projekts wird eine nachhaltige Akzeptanz des Projekts erreicht.
Weitere Informationen
Medienmitteilung Spital Bülach «Grundsteinlegung für den neuen Behandlungstrakt», 23. April 2026