Der Bahnhof Uznach ist eine wichtige regionale Drehscheibe des öffentlichen Verkehrs. Aber ebenso sehr ein wichtiges Stück Uznach. Künftig soll er seinen multiplen Funktionen – als Umsteigeknoten, Visitenkarte, Begegnungs- und Zentrumsraum, aber auch Trittstein in die Altstadt und die Quartiere – noch besser und ausgewogener gerecht werden. Die erforderliche Neuorganisation im Zuge des Angebotsausbaus und der Anpassung an das Behindertengleichstellungsgesetz nahm die Gemeinde zum Anlass, den eigenen Bahnhof weiterzudenken. Und beauftragte Metron mit der Durchführung eines Projektwettbewerbs im selektiven Verfahren.
Schon die Analyse des Orts im Zuge der Programmerarbeitung zeigte: Das Bahnhofsareal lässt sich nicht isoliert betrachten. Er ist vielmehr Teil eines vielfältigen Zentrumsgebiets, in dem in den nächsten Jahren Arealüberbauungen anstehen und viel Dynamik zu erwarten ist.
Eine integrale Aufgabe für interdisziplinäre Teams
Mit dem Wettbewerb wurde daher ein integrales Gesamtkonzept für den öffentlichen Raum und den Verkehrsraum vom Bahnhofplatz über den Bushof und die Bahnhofstrasse bis hin zu den angrenzenden Freiflächen gesucht. Neben der Integration des Bahnhofsgebäudes und des Güterschuppens war auch die Neuanordnung des Kiosks Teil der Aufgabenstellung. Neun per Präqualifikation ausgewählte interdisziplinäre Teams aus Landschaftsarchitektur, Architektur, Tief- und Hochbauingenieurwesen sowie Verkehrsplanung widmeten sich dieser anspruchsvollen Aufgabe.
Ein breites Spektrum an Perspektiven
Metron organisierte und betreute den Wettbewerb vom Programm über die Präqualifikation, Vorprüfung und Jurierung bis zum Schlussbericht. Die Komplexität und Vielschichtigkeit der Aufgabenstellung spiegelte sich auch in der Bandbreite der eingereichten Lösungsansätze: Manche Beiträge legten ihren Fokus auf den reibungslosen Verkehrsbetrieb, andere auf die Qualität des öffentlichen Raums am Bahnhof Uznach, wieder andere auf nachhaltige Gestaltungsansätze mit Schwammstadt-Bauweisen und Re-Use-Ansätzen.
Das Siegerprojekt «Verve» überzeugte das Beurteilungsgremium mit seiner «gelungenen Verbindung von städtebaulicher Klarheit, funktionaler Effizienz und hoher Aufenthaltsqualität», aber auch mit gestalterischen Details wie einer filigranen Dachkonstruktion und nachhaltigen Elementen. Nicht zuletzt schnitt es auch bei der Wirtschaftlichkeit gut ab.