Die Hallerstrasse und der Meisenweg in Thun werden nach dem Schwammstadt-Konzept umgestaltet. Die Arbeiten am Entwässerungsnetz gaben der Stadt Thun den Anstoss, auch die Gestaltung der beiden Quartierstrassen zu überdenken. Das Projekt von Metron verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz: Regenwassermanagement, Entsiegelung und neue Bäume sollen gemeinsam die Klimaanpassung fördern, den öffentlichen Raum aufwerten und die Mobilität verbessern.
Lange Zeit waren die Strassen vor allem für den Verkehr und das Parkieren konzipiert, doch heute übernehmen sie neue Funktionen. Sie tragen zur Klimaanpassung bei, fördern die Biodiversität und stärken die städtische Lebensqualität. Die Neugestaltung der Hallerstrasse und des Meisenwegs zeigt diese Entwicklung beispielhaft.
Den Strassenraum neu denken
Die Analyse des Perimeters zeigte, dass ein Teil der Parkplätze kaum genutzt wurde. Dies ermöglichte die Neugestaltung des öffentlichen Raums nach dem Schwammstadt-Konzept. Die asphaltierten Flächen werden durch wasserdurchlässige Beläge ersetzt und neue Bäume gepflanzt. So kann das Regenwasser natürlich versickern, der öffentliche Raum kühlt in Hitzeperioden schneller ab und die Lebensqualität im Quartier steigt. Zudem wird das Regenwasser vermehrt oberirdisch bewirtschaftet – das spart unterirdische Leitungen und senkt die Infrastrukturkosten.
Klima, Sicherheit und Mobilität in Einklang bringen
Das Projekt beschränkt sich nicht auf klimatische Herausforderungen. Das Gebiet liegt in der Nähe der Schule Strättligen und wird auch als Schulweg genutzt. Die vorgeschlagenen Massnahmen verbessern die Sicht an den Fussgängerstreifen, erhöhen die Sicherheit der Schulkinder und machen das Velofahren sicherer. Zugleich beruhigt der neugestaltete öffentliche Raum mit viel Grün den Verkehr und macht das Quartier einladender für alle.
Vorbild für künftige Massnahmen
Das Metron-Projekt soll als zudem Vorbild für weitere Quartierstrassen dienen. Es zeigt konkret, wie sich Regenwassermanagement, Begrünung und bessere Verkehrsbedingungen kombinieren lassen, um den öffentlichen Raum für klimatische und städtebauliche Herausforderungen zu rüsten.
Am Meisenweg laufen die ersten Umgestaltungsarbeiten bereits, die Hallerstrasse folgt später.
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