Wie wächst Würenlingen weiter? Der von Metron erarbeitete Kommunale Gesamtplan Verkehr (KGV) gibt dafür den strategischen Rahmen. Er stimmt Verkehrskapazitäten und Siedlungsentwicklung aufeinander ab, zeigt den Handlungsbedarf auf und dient als Wegweiser für die nächsten 15 Jahre.
Würenlingen liegt an einer ländlichen Entwicklungsachse und ist in den vergangenen Jahren stark gewachsen. Damit steigen auch die Anforderungen an das Verkehrssystem. Der KGV unterstützt die Behörden bei der Beurteilung anstehender Planungen und Entwicklungen. Zudem ist er eine wichtige Grundlage, wenn die grundeigentümerverbindlichen Planungsinstrumente wie die Bau- und Nutzungsordnung (BNO) weiterentwickelt werden. Ergänzend zum KGV begleitete Metron eine Bevölkerungsumfrage zu Tempo 30; diese zeigt, in welchen Quartieren der Bedarf an Tempo 30 besonders hoch ist.
Schlank, konkret und anwendungsorientiert
Der KGV im Kanton Aargau fasst den früheren Verkehrsrichtplan und das Gesamtkonzept Parkierung zusammen. Damit verfügt die Gemeinde über eine behörden-, aber nicht grundeigentümerverbindliche Grundlage für die künftige Planung. Für Gemeinden im Kanton Aargau ist der KGV nicht obligatorisch. Würenlingen entschied sich bewusst für das Instrument. Dieses sollte schlank und sich auf die für die Gemeinde relevanten Themen konzentrieren. Gleichzeitig liefert der KGV eine Gesamtschau über die unterschiedlichen Verkehrsthemen. Er berücksichtigt bestehende kommunale Planungen sowie regionale und kantonale Planungsinstrumente und formuliert Ziele und Massnahmen.
Der KGV erfüllt zwei Zwecke: Die Gemeinde nutzt das behördenverbindliche Instrument, um Planungen und Entwicklungen zu beurteilen. Die verkehrliche Gesamtschau ist eine wichtige Grundlage, wenn die Gemeinde ihre grundeigentümerverbindlichen Planungsinstrumente, beispielsweise die Bau- und Nutzungsordnung (BNO), weiterentwickelt.
Bevölkerungsumfrage zu Tempo 30
Ergänzend zum KGV begleitete Metron die Umfrage zu Tempo 30 auf den Gemeindestrassen. Ziel war es, die Bedürfnisse und Einschätzungen der Bevölkerung frühzeitig abzuholen. 68 % der Teilnehmenden befürworten Tempo 30 im eigenen Wohnquartier. Die Befragten äusserten sich nicht nur zum eigenen Quartier, sondern auch zu den weiteren Quartieren. Die Ergebnisse zeigen, wo das Anliegen besonders gross ist. Damit hat die Gemeinde eine konkrete Grundlage für die nächsten Planungsschritte.
Der Gemeinderat hat den KGV im Dezember 2025 genehmigt, das Departement Bau, Verkehr und Umwelt folgte im Juni 2026.
Er ist auf der Website der Gemeinde publiziert.
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