Aktuelles – 03.08.2026

Elektronische Busspur für Fällanden genehmigt

Kartenausschnitt Fällanden, elektronische Busspur (Metron Studie 2014)

Auf der Maurstrasse in Fällanden staut sich der Verkehr zu Stosszeiten. Mittendrin stehen die Pendelnden der Buslinie 743 von Maur zum Bahnhof Stettbach. Der Bus verliert Zeit, die Pendelnden ihren Anschluss. 2014 analysierte Metron drei Lösungsansätze und bewertete deren Kosten und Nutzen. Die Entscheidungshilfe hat ihr Ziel erfüllt: Nun hat der Regierungsrat das Projekt für die eBusspur bewilligt.

Grund für den Rückstau ist der überlastete Kreisel in Fällanden. Aufgrund der engen Platzverhältnisse lässt sich die Situation direkt am Kreisel kaum entschärfen. Dennoch besteht Handlungsbedarf: Für das wachsende obere Glatttal ist ein attraktiver öffentlicher Verkehr mit zuverlässigen Verbindungen zentral.

Studie als Entscheidungshilfe

Die Verkehrsplanenden der Metron verglichen zusätzliche Busse, eine bauliche Busspur und eine elektronische Busspur. Letztere überzeugte, weil sie den bestehenden Strassenraum nutzt und lediglich die Verkehrssteuerung ergänzt wird.

Keine zusätzliche Fahrspur, kein Landerwerb, keine neuen versiegelten Flächen: Gerade im sensiblen Landschaftsraum rund um den Greifensee wäre eine bauliche Busspur mit erheblichem Aufwand verbunden, wie die Metron-Studie bereits 2014 darlegte. Auf dieser Grundlage und nach sorgfältiger Abwägung hat sich der Kanton für die Variante eBusspur entschieden. Während der öffentlichen Auflage gingen keine Einsprachen ein. Nun hat auch der Regierungsrat grünes Licht gegeben. Die Bauarbeiten starten im Mai 2027 – wir wünschen weiterhin gutes Gelingen.

Pendelnde überholen Autos

Die rund 370 Meter lange elektronische Busspur wird zwischen dem Ortseingang Fällanden und der Haltestelle Jugendherberge geführt. Die eBusspur nutzt den vorhandenen Strassenraum. Zwei neue Lichtsignale steuern den Verkehr auf beiden Fahrbahnen. Sie stoppen den Individualverkehr für kurze Zeit, damit der Bus auf der Gegenfahrbahn am Stau vorbeifahren kann.

So funktioniert es: Der heranfahrende Bus kontaktiert das Lichtsignal, dieses prüft die Verkehrsbelastung auf beiden Spuren. Bei Stau schaltet dieses auf Rot und stoppt den Individualverkehr in beide Richtungen. Sobald die Gegenfahrbahn frei ist, wechselt der Bus die Spur, fährt an den stehenden Fahrzeugen vorbei und ordnet sich nach dem Stau wieder ein.

eBusspur bringt alle ans Ziel

Stau überholen, pünktlich ankommen: Wer im Bus unterwegs ist, erreicht den Bahnhof Stettbach und die Anschlussverbindung zuverlässiger. Wer hinter dem Steuerrad sitzt, kommt ohne grosse Verzögerung ans Ziel: Die Signalisation stoppt Autos nur dann, wenn der Bus die Gegenspur benötigt – zweimal pro Stunde für zwei Minuten. Sie verlagert den Stau an den Ortseingang und entlastet das Siedlungsgebiet.

So funktioniert die eBusspur: zum Video
Medienmitteilung Kanton Zürich, 09.07.2026