Aktuelles – 25.08.2025

Starke Konzepte statt Autorenarchitektur: ein Metron-Podcast zum Thema Mitbestimmung

Starke Konzepte statt Autorenarchitektur: ein Metron-Podcast zum Thema Mitbestimmung

Architekturprojekten, vor allem grossen, sieht man oft an, aus wessen Feder sie stammen. Was bleibt, wenn ein Büro keine Chefetage hat, die die Handschrift vorgibt? Das Themenheft «Mitbestimmung und Eigensinn» stellt das Mitbestimmungsmodell der Metron vor – im neuen Podcast erzählt Katrin Seidel, wie es in der Architektur-Abteilung gelebt wird. Und was an deren Gebäuden eben doch «typisch Metron» ist.

Wohnungen, Büros, Schulen, Spitäler; Umbauten, Erweiterungen, Neubauten: Das Portfolio der Metron Architektur AG ist umfangreich, die Aufgaben sind zum Teil hochspezialisiert, die Bausummen beachtlich. Die Projektleitung ist verbunden mit grosser Verantwortung. Wie verträgt sich das mit dem Mitbestimmungsmodell der Metron, das den einzelnen Mitarbeitenden weitgehende Mitspracherechte einräumt?

Gemeinsame Bürostrategie und projektbezogene Eigenverantwortung

Entscheidungen sollen dort gefällt werden, wo sie gebraucht werden. Dieser Grundsatz gilt auch in der Metron Architektur AG. Und so stimmen die Mitarbeitenden in ihrer Bürositzung gemeinsam über die strategische Ausrichtung ihres Betriebs, über Anstellungen und Arbeitsbedingungen ab. In der täglichen Projektarbeit dagegen liegen Entscheidungen oft bei Einzelnen. «Auf den Schultern unserer Projektleitenden lastet schon sehr viel», weiss Geschäftsleiterin Katrin Seidel. Denn anders als in den meisten anderen Architekturbüros tragen die Projektleitenden eben auch die Verantwortung für den wirtschaftlichen Erfolg eines Projekts. Um diese Last etwas zu verteilen, sind Co- oder Teil-Projektleitungen und die Begleitung durch stark spezialisierte Kolleginnen und Kollegen üblich. So entsteht «Team-Architektur».

Vom offenen Austausch zum charakteristischen Ausdruck

Katrin Seidel gibt Einblick in Entscheidungsprozesse und Bürostrukturen, die den Spagat zwischen Mitbestimmung und Projektverantwortung ermöglichen. Transparenz spielt dabei eine zentrale Rolle. Sie spricht von Metron-weit offenen Kritikrunden, von «Büros im Büro» und davon, wie die vorhandenen Formate die Entwicklung starker Konzepte begünstigen. Dabei wird spürbar, worum es den Architektinnen und Architekten geht: nicht um einen Metron-Bau per se, sondern um eine passgenaue Lösung für die konkrete Aufgabenstellung. Und womöglich liegt genau in dieser Passgenauigkeit der Wiedererkennungswert der Metron-Architektur.

Podcast «Starke Konzepte statt Autorenarchitektur» – auf dieser Webseite, bei Apple Podcasts und Spotify.