Aktuelles – 02.06.2020

Lindenpark: Wohnen im Alter mitten in Kriens

Lindenpark: Wohnen im Alter mitten in Kriens

Die im April/Mai bezogene Überbauung «Lindenpark» setzt auf Vertrautes. Menschen im Alter sollen in ihrer Umgebung bleiben, weiterhin von ihrem sozialen Netz profitieren und aktiv am Quartierleben teilnehmen können. Im Fokus steht die Kontinuität.

Der «Lindenpark» steht unmittelbar neben dem alten Gemeindehaus, mitten in einem Wohnquartier, und schliesst die letzte Lücke im neu gestalteten Krien­ser Zentrum. Drei Pflegewohngruppen für 21 Menschen und 32 Alterswohnungen mit Dienstleistungen integrieren sich ins Quartier, ergänzt durch ein öffentliches Bistro, die Räume der Spitex und zahlreiche weitere Dienstleister.

Der Stadtrat Kriens hat sich bereits 2011 für ein neues «Versorgungskonzept Gesundheit und Alter Kriens» entschieden. Dieses sieht vor, älter werdende Menschen mit geeigneten Massnahmen und Angeboten möglichst lang dabei zu unterstützen, ihren gewohnten Alltag selbständig zu gestalten. Auf den Bau zusätzlicher Heime für das stationäre Angebot wird zugunsten von Pflegewohnungen verzichtet.

Die Integration von Wohn-, Betreuungs- und Pflegeangeboten in die Wohnquartiere bietet den Quartierbewohnenden die Möglichkeit, bis an ihr Lebensende in ihrer vertrauten Umgebung zu bleiben. Das ambulante Wohnangebot «Wohnen mit Dienstleistungen» ermöglicht den Bewohnenden eine autonome Lebensführung in gewohnten Wohnungsstrukturen mit Pflege und Unterstützung bei Bedarf. Im Unterschied zu herkömmlichen stationären Angeboten wird auch bei den Pflegewohngruppen grosser Wert auf «Normalität» gelegt: Die Grundrisse der Pflegewohngruppen für je sieben Bewohnende wie auch die Materialisierung, Möblierung und Ausstattung entsprechen grossen Familienwohnungen. Der Betrieb orientiert sich ebenfalls am Alltag, so wird beispielsweise in jeder Wohngruppe dreimal am Tag eine Mahlzeit zubereitet.

In Zusammenarbeit mit Spitex Kriens, Heime Kriens AG, Genossenschaft Wohnen im Alter in Kriens (GWAK) und der Stadt Kriens entwickelte Sandra Remund (bis 2018 altervia, heute Metron AG) das Wohn- und Betriebskonzept mit Raumprogramm für das Wohnprojekt Lindenpark. Architektur: Lengacher Emmenegger Partner AG, Luzern