Regionales Sportanlagenkonzept Mutschellen-Reusstal-Kelleramt

Auftraggeber Regionalplanungsverband Mutschellen-Reusstal-Kelleramt
Jahr 2023–2025
Ort Region Mutschellen-Reusstal-Kelleramt
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Vereinssport, Schulsport, Individualsport: Die Schweizer Bevölkerung ist aktiv. Sportvereine sind ein wichtiger Teil des gesellschaftlichen Lebens, sie wirken über Gemeindegrenzen hinweg verbindend. Entsprechend begehrt und belegt sind viele Sportanlagen – auch in der Region Mutschellen-Reusstal-Kelleramt. Der dortige Regionalplanungsverband setzt bei den Sportanlagen auf gemeindeübergreifende Synergien. Doch wo besteht Bedarf und Potenzial? Das RESAK zeigt es auf und weist damit den Weg in die sportliche Zukunft der Region.

Klar ist schon länger: In der Region fehlt es an Sportanlagen und der Bedarf wird mit der Bevölkerung weiterwachsen. Doch nicht jede Gemeinde kann und will sich ein eigenes Schwimmbad leisten oder benötigt eine eigene 400-Meter-Laufbahn. Der Regionalen Entwicklungsstrategie (RES 2040) von 2022 folgend hat der Planungsverband ein regionales Sportanlagenkonzept (RESAK) bei Metron in Auftrag gegeben.

Vom Bestand über die Bedarfsprognose zu den Handlungsfeldern

Grundlage des RESAK und erster Arbeitsschritt war eine umfassende Analyse. Sie gibt Auskunft über die bestehenden Anlagen in der Region, ihre Qualität und Auslastung, über das Potenzial bereits geplanter neuer Anlagen, aber auch über die aktuellen und bereits vorhersehbaren künftigen Bedürfnisse. Diese wurden in Umfragen bei den Gemeinden, den Schulen und den Sportvereinen erhoben. Der Vergleich von Angebot und Nachfrage zeigte auf, dass vor allem in drei Bereichen Handlungsbedarf besteht: Bei den Sporthallen, insbesondere den Mehrfachhallen; bei den Rasenfeldern, die den Bedarf schon heute nicht mehr decken; und bei den Hallenbädern, wo fehlende Wasserflächen den obligatorischen Schwimmunterricht der Schulen heute teils verunmöglichen.

Konzept und Finanzierung: ein Aushandlungsprozess

Auf dieser Basis konnte die Arbeit am zweiten Teil des RESAK beginnen, dem Konzept inklusive Massnahmenplan und Finanzierungsvorschlägen. Im Austausch mit den Teilregionen und dem REPLA-Vorstand wurden attraktive, nachhaltige und faire Lösungen für eine gute Versorgung der bewegungsfreudigen Bevölkerung gesucht und Schwerpunkte für die regionale Zusammenarbeit ausgehandelt. Eine regionale Kooperation ist demnach bei den Sporthallen (insbesondere Dreifachhallen) und Schwimmbädern sinnvoll, während sich bei den Rasenfeldern und der Leichtathletik-Infrastruktur eher ein kommunaler Ausbau empfiehlt. Bei der Umsetzung des Konzepts liegt eine besondere Herausforderung in der finanziellen Tragbarkeit der Massnahmen für die einzelnen Gemeinden. Daher war auch die Auseinandersetzung mit möglichen Finanzierungsmodellen Teil der Konzeptarbeit. Hierzu wird in einem nächsten Schritt ein konkreter Leitfaden erarbeitet.

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