Auftraggeber Gemeinde Würenlingen
Jahr 2023–2024
Ort Würenlingen
Projektstand Machbarkeitsstudie
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Die Reste der ehemals beliebten Aarebadi Würenlingen aus den 1920er/30er Jahren sind noch am Ufer zu sehen, doch nicht mehr nutzbar. Der Bedarf an einem Flussbad im Umfeld Würenlingens ist daher gross und wird immer wieder von der Bevölkerung an die Gemeinde herangetragen. Allerdings haben sich die Gesetze zum Bauen im und am Wasser und die Bedingungen vor Ort seit den letzten Badibauten verändert. Die Machbarkeitsstudie von Metron zeigt auf, ob und wie sich die Aarebadi Würenlingen wiederbeleben lässt.

Gemeinsam mit dem Paul-Scherrer-Institut (PSI), dessen Areal an den alten Badi-Standort angrenzt, und mit der Ortsbürgerkommission verfolgt der Gemeinderat Würenlingens vier Ziele: Die Wiederbelebung der alten Aarebadi, die Steigerung der Attraktivität von Würenlingen, die Schaffung eines Begegnungs- und Erholungsorts und die Aufwertung des Standorts am Aareufer. Ziel der Machbarkeitsstudie war es, in diesem Sinn die Rahmenbedingungen und die die Machbarkeit einer neuen Badi zu prüfen.

Vielschichtige Standortevaluation

Weil Flussbadis sich naturgemäss über einen längeren Flussabschnitt ziehen, eruierte die Machbarkeitsstudie drei potenzielle Standorte für Badi-Elemente und prüfte die Möglichkeiten und Herausforderungen für jeden davon: Wie viel Störung verträgt der Uferraum hier? Und welche Elemente einer Flussbadi sind hier möglich? Von einfachen Einstiegen ins Wasser wie Leitern oder Treppen über Aufenthaltselemente wie Sitzstufen, Holzdecks oder Liegewiesen bis hin zu ergänzenden Infrastrukturen wie WCs, Duschen oder Umkleiden wurden verschiedene Objekttypen auf ihre Realisierbarkeit an den drei Standorten geprüft. Um alle Akteure früh ins Boot zu holen, wurden die Möglichkeiten und Bedürfnisse an den einzelnen Standorten in einem Workshop mit Vertretungen der Gemeinde, des PSI und des Kantons vor Ort diskutiert.

Perlen am Wasser

Metron fügte die Erkenntnisse dieses Prozesses schliesslich zu einem Zielbild zusammen, zu dem auch priorisierte Umsetzungsempfehlungen gehören. Als erfolgversprechendster Weg hat sich ein etappiertes Vorgehen herauskristallisiert: Zunächst gilt es, den Besitzstand der alten Aarebadi zu begründen, um deren Sanierung und Aufwertung zu ermöglichen und sie langfristig als Badestelle mit Ein-/Ausstiegsmöglichkeit erhalten zu können. Ergänzend können in dieser Phase einfache Sofortmassnahmen wie Signalisation, Infotafeln oder einfache Einstiege ins Wasser die Nutzbarkeit verbessern. In den folgenden Schritten kann das Angebot nach und den ortsspezifischen Potenzialen gemäss ausgebaut werden. So soll schliesslich eine Perlenkette von Aufenthaltsorten am Fluss entstehen, die Badespass, Erholung und Natur in Einklang bringt.

Alle involvierten Tätigkeitsbereiche
Landschaft und Freiraum / Landschaft und Erholung Natur und Umwelt