Das Gemeindesportanlagenkonzept Aarau – kurz GESAK – richtet sich auf den Zeithorizont 2035 und bildet die strategische Grundlage für die Weiterentwicklung der Sportinfrastruktur. Die Erarbeitung des in nur einem Jahr entstandenen, breit abgestützten GESAK erfolgte in zwei Phasen. Die erste Phase startete mit einer Online-Umfrage, an der 9 Schulen, 54 Sportvereine und 266 Personen aus der sportinteressierten Bevölkerung teilnahmen.
Phase 1: Bedarfs- und Bestandsanalyse
Die 1. Phase beinhaltet die Überarbeitung der Grundlagen sowie eine detaillierte Bedarfs- und Bestandsanalyse. Alle Anlagen und Objekte wurden in einem Inventarplan erfasst. «Objektblätter» dokumentieren die einzelnen bestehenden Sportanlagen im Detail und geben Auskunft über Anlagenteile und Nebenanlagen, Nutzung, Zuständigkeiten (Unterhalt und Reservation), baulichen Zustand und Optimierungspotenzial. Bei der Bedürfniserhebung zeigte sich der grosse Stellenwert des Sports in der Kantonshauptstadt: In Aarau sind viele Vereine aktiv, die teilweise Leistungssport auf hohem Niveau betreiben. 40% der Vereine verzeichnen zunehmende und 53% konstante Mitgliederzahlen. Das heisst, auch der Druck auf die Sportanlagen wird weiter zunehmen. Ein dringender Handlungsbedarf zeigt sich in den beiden Bereichen Sporthallen und Rasensportfelder. Ein Engpass besteht ausserdem bei den Hallenbädern.
Phase 2: Umsetzung und Massnahmen
Die 2. Phase umfasst die Umsetzung und die Massnahmen. Die einzelnen Massnahmen sind priorisiert und enthalten Angaben zu den Investitionskosten und zur Federführung. Es wird dabei nach den folgenden Kriterien unterschieden: Instandhaltung oder auch Weiterentwicklung Bestand, Neubau, Optimierung und Organisation. Das GESAK legt die zu erreichenden Ziele fest, leitet die entsprechenden strategischen Handlungsschwerpunkte ab und zeigt dazu die konkreten, zeitlich priorisierten Massnahmen auf.
Wie geht es weiter: Nachführung und Controlling
Als «rollende Planung» wird das GESAK durch die Sektion Sport periodisch nachgeführt. Dabei können die Einzelmassnahmen konkretisiert und die anfallenden Investitionskosten genauer abgeschätzt werden. Zur Umsetzung erfolgt ein jährliches Controlling mit Bericht an den Stadtrat.
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