Metron

Der Studienauftrag für das Basler Unispital ist entschieden.

Das Unispital Basel hat für die letzte Entwicklungsstufe seines Areals, den Perimeter B, einen zweistufigen Studienauftrag durchgeführt. Nun wurde das Siegerprojekt der Öffentlichkeit vorgestellt: Der Entwurf von Herzog & de Meuron/Rapp überzeugte das Beurteilungsgremium unter Vorsitz von Kantonsbaumeister Beat Aeberhard am meisten.

Die Innenstadtlage des Unispitals Basel ist Fluch und Segen zugleich: Die zur Verfügung stehenden Flächen für Erweiterungen und Modernisierungen der Bestandsgebäude sind begrenzt, doch die Erreichbarkeit des Spitals und seine direkte Nähe zum Life-Science-Campus sind besondere Standortvorteile, die es zu wahren gilt. Um ein zukunftsgerichtetes und aus betrieblicher Sicht optimales Neubauprojekt für den Perimeter B zu finden, entschied sich das Unispital Basel für eine Projektstudie nach SIA 143.

Unter der Leitung der Metron Architektur AG wurde zunächst eine Präqualifikation durchgeführt, wobei sieben Generalplanerteams für die Weiterbearbeitung der Aufgabe ausgewählt wurden. Aufgrund der besonderen Komplexität der Aufgabe und der städtebaulich sensiblen Situation im Gefüge des Spitalareals war die Wahl eines Dialogverfahrens aus Sicht der Auftraggeberin besonders gewinnbringend. In zwei Zwischenbesprechungen und der Schlussbesprechung präsentierten die Teilnehmenden ihren Projektstand.

Das Beurteilungsgremium lobt das Siegerprojekt als «einen starken städtebaulichen Beitrag mit einem hohen Mass an Nutzungsflexibilität, sinnvoll aufgezeigten Spitalprozessen und angemessener Wirtschaftlichkeit».
Voraussichtlich bis Ende Jahr wird der Verwaltungsrat des Unispitals Basel über die Freigabe des Vorprojekts entscheiden.

Modellfoto: Hans H. Münchhalfen