Metron
Kabelbinder Brutkasten

«Ansatzweise» – neue Kunst im Brutkasten

Behaglich und geheimnisvoll leuchtet der Brutkasten am Gleis 1 – nahe dem Brugger Bahnhof – in dieser dunklen Jahreszeit. Fast 3000 Kabelbinder formen sich darin zu einem filigranen Volumen, das weiter zu wachsen und bald die Vitrine zu sprengen scheint.

Ein kleiner Ansatz kann reichen. Im Brutkasten findet er die passenden Bedingungen, um zu gedeihen. An einen ersten weissen Kabelbilder fügt sich ein zweiter, dann ein dritter … Sie reihen sich aneinander, sie ordnen und teilen sich, formen ein Gebilde. Ansatzweise ist schon erkennbar, was wird, im Ansatz bereits vorhanden, was einmal sein kann.

Die Künstlerin Paola Walter-Soldato wusste anfangs selbst nicht, wohin ihre Arbeit sie führen wird. Versiert im Umgang mit dem Material, begann sie Kabelbinder an Kabelbinder zu knüpfen. Und wie aus menschlichen Beziehungen ganze Netzwerke entstehen, wuchs das Gebilde zu einem stabilen, komplexen Volumen heran. Einige Enden sind lose – als warteten sie auf die nächste Verknüpfung.

Fasziniert von diesem vielseitig einsetzbaren Verbindungselement sucht die Künstlerin nach Möglichkeiten, mit Kabelbindern Volumen zu schaffen. Ins rechte Licht gerückt, entfalten sie eine poetische Wirkung und es scheint, als könne der Kabelbinder weit mehr als nur verbinden.

«Ansatzweise» ist bis Mai 2019 ausgestellt.

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