Metron
Brutkasten Installation

«Unscharf» – neue Kunst im Brutkasten

Wann wird Architektur zur Kunst und wie wird Kunst Architektur? Architektur kann Kunst sein. Kann Kunst auch Architektur sein? Am Stahlrain löst sich die Grenze zwischen beidem auf. Bis November ist dort der Brutkasten im Brutkasten von Carol Ast und Marina Rietmann zu sehen.

Ein Stahlgehäuse auf einem Betonsockel in einem Stahlgehäuse auf einem Betonsockel – man könnte das Bild ewig weiterzeichnen. Doch diesmal bleibt es bei der einfachen Wiederholung. Ein Anstoss, um weiterzudenken und unsere Vorstellung davon, was «klar» und «eindeutig» ist, infrage zu stellen.

Auf der Suche nach dem Fokus
Die Unschärfe thematisierten die beiden jungen Künstlerinnen bereits im Prozess: Zunächst war da nur eine Schalung, wie wir sie aus der Architektur kennen; unklar, was darunter – oder vielleicht schon das Kunstwerk? Eine Miniaturnachbildung der Brutkastenvitrine ergänzte nach einigen Tagen das Bild. Später kam der betonierte Sockel zum Vorschein, auf dem die Vitrine ihren Platz fand; Kies aus der Umgebung wanderte in den Brutkasten.

«Es isch ämau ä Ma gsi …»
Seither ist klar: Architektur ist jetzt Kunst und Kunst ist jetzt Architektur. Aber wann ist nochmal Architektur Architektur? Und Kunst Kunst? Und überhaupt: «Es isch ämau ä Ma gsi. Dä het ä hoolä Zahn ga. I däm Zahn isch es Truckli gsi. I däm Truckli hets es Zedäli gha. Uf däm Zedäli isch gstande: Es isch ämau ä Ma gsi. Dä het ä hoolä Zahn gha. I däm Zahn isch es Truckli gsi. I däm Truckli hets es Zedäli gha. Uf däm Zedäli isch gstande: ...»

Bis November 2018 ist das Kunstwerk «Unscharf» von Carol Ast und Marina Rietmann ausgestellt.  

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